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In einem fernen Land herrschte einst eine Klasse genannt „Poligatoren“. Sie herrschte über alle dort lebenden Schafe. Sie schoren den Schafen ordentlich das Fell und verteilten es an die Klasse der dort lebenden „Kapilonier“. So konnte die Klasse der Kapilonier immer reicher und mächtiger werden. Natürlich zeigte sich die Klasse der Kapilonier erkenntlich gegenüber den Poligatoren. Wollte ein Poligator kein Poligator mehr sein, wurde er sofort in der Klasse der Kapilonier aufgenommen.
Die Schafe hingegen blieben immer nur Schafe. Nachdem die Schafe oft geschoren und alt geworden waren, wurden sie von den Poligatoren zur Schlachtbank geführt. Selbst da erlaubten die Poligatoren den Kapiloniern noch, sich an den alt gewordenen Schafen zu bereichern. So herrschten die Poligatoren und die Kapilonier gemeinsam über alle Schafe in ihrem Land.
Die Schafe hingegen empfanden diesen Zustand aufgrund von Gewohnheit als normal. Sie hatten starke Angst vor Veränderung. Sie stellten die Form ihres Lebens nie in Frage. Immer geschoren zu werden und keinen Anteil an ihrer Wolle zu bekommen war für sie normal.
Aber es gab noch einen Rest von Wölfen in dem von Poligatoren und Kapiloniern beherrschten Land. Es wurden aber ständig Häscher entsandt, die die letzten Wölfe die es noch gab, fangen und töten sollten.
Die „Poligatoren“: eine, sich aus den Schafen heraus entwickelte, herrschsüchtige Klasse. Vornehmlich zusammengesetzt aus schwarzen Schafen, deren Drang über andere zu herrschen sehr ausgeprägt ist. Gewählt von den weißen Schafen aufgrund von Dummheit. Die „Kapilonier“: eine fast ausnahmslos aus schwarzen Schafen bestehende Klasse. Für sie gibt es nur einen existenziellen Sinn: finanziellen Reichtum anzuhäufen, ohne dabei jegliche Rücksicht gegenüber anderen Lebewesen und der Umwelt zu zeigen. Das „einfache Schaf“: hat nur das Bedürfnis, in Harmonie und Frieden zu grasen und einen Anteil an seiner Wolle zu behalten. Es hat starke Angst vor Veränderung. Der „Wolf“: ein endlich erwachtes, weißes Schaf begibt sich auf den Wolfspfad.
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Auch die Wölfe sind verwundbar, aber sie sind unbesiegbar. Begib dich auf den Wolfspfad und werde damit unbesiegbar.
Die Poligatoren herrschten vor langer Zeit mit der Hilfe der Angst. Sie erzählten den unwissenden Schafen, dass die „bösen Wölfe“ sie fressen wollten. Man erzählte den Schafen, der Terror der Wölfe sei allgegenwärtig und überall. Zwar sahen die Schafe nichts von diesem Terror, aber aufgrund der suggerierten „allgegenwärtigen Gefahr“ akzeptierten sie ihre komplette Überwachung durch die Poligatoren. Sie gaben ihre Freiheit auf und hatten so viel Angst, dass sie nie auf die Idee kamen, selbst den Wolfspfad zu beschreiten.